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Begrüßung - Vogelschutz

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Vogelschutz

 

Zum "traditionellen" Tätigkeitsfeld des NABU (ehemals Deutscher Bund für Vogelschutz) gehört auch aktiver Vogelschutz. In vielen Gruppen sind nach wie vor Nistkastenbetreuung, Vogelkundliche Wanderungen und Winterfütterung feste Bestandteile des Jahresprogramms. Der Kreisverband Gießen führt selbst keine "praktischen" Aufgaben durch. Im Wesentlichen stehen die Mitglieder des Vorstandes beratend und aufklärend den Behörden, der Presse, den Gruppen und der Bevölkerung zur Seite. Darüber hinaus wird eine zentrale Datensammlung betrieben von Brut-, Zug- und Beobachtungsdaten, die jährlich im "Vogelkundlichen Jahresbericht veröffentlicht werden.

 

 

 

Wildvogelpflege

Vogel gefunden - Was nun?

Dazu gibt es einige Punkte zu beachten. Wenn Sie Hilfe benötigen, wenden Sie sich bitte zunächst an Ihre örtliche Naturschutzgruppe oder den Vogelschutzbeauftragten - dort wird Ihnen weitergeholfen oder an eine der Pflege- und Auffangstationen vermittelt. 

Was tun bei gefundenen Vögeln?

 Naturschutzbund gibt Hinweise, was mit Fundtieren zu tun ist

 KREIS GIESSEN. Angesichts einer Flut von Anfragen, die derzeit bei vielen Naturschützern und Vogelschutzbeauftragten eingehen, weist der Naturschutzbund-Kreisverband Gießen (NABU) auf den richtigen Umgang mit gefundenen Vögeln hin. Insbesondere Jungvögel, die herumsitzen und nicht vor Menschen flüchten, ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Diese sollten an Ort und Stelle gelassen oder allenfalls „katzensicher“ auf einen Ast gesetzt werden. Denn es ist davon auszugehen, dass die Altvögel die frisch ausgeflogenen Jungen noch weiterfüttern, betonte Tim Mattern vom NABU.

 Wurde ein Jungvogel bereits von seinem Fundort entfernt, sollte er unverzüglich wieder zurückgebracht werden. Die Jungen werden auch nach Menschenkontakt von ihren Eltern gefüttert, da bei Vögeln der Geruchssinn nur sehr schwach ausgeprägt ist. Altvögel und flügge Jungvögel lassen sich an den Schwanzfedern unterscheiden: Bei Jungvögeln sind sie in der Regel noch sehr kurz, im Gegensatz zu den ausgewachsenen Federn bei den Alten.

Anders sei es, wenn es sich um einen offensichtlich verletzten Jung- oder Altvogel handelt. In so einem Fall sollte ein Tierarzt konsultiert werden. Dieser könne am besten beurteilen, ob und wie dem Vogel erfolgreich zu helfen ist. Vögel, die gegen eine Scheibe geflogen sind brauchen in der Regel einfach ein paar Tage Ruhe. Am besten setzt man sie dazu in einen Pappkarton mit Luftlöchern und stellt ihn in einen ruhigen Raum. Trinkwasser sollte angeboten werden. „Generell sollte man Vögel sowieso eher in einem Karton ‚aufbewahren, da sie sich in Käfigen bei Panikreaktionen sehr schnell verletzen können.“

Neben gefundenen Wildvögeln tauchen in dieser Jahreszeit auch andere unfreiwillige Gäste auf: Reisetauben, die in Gärten oder auf Balkonen Rast machen. Sie sind an den Fußringen mit Nummern und Farben zu erkennen. Diesen Gästen sollte man Trinkwasser in einer flachen Schale anbieten, darin aufgelöster Traubenzucker helfe dem Vogel, die verbrauchte Energie auszugleichen. Als Futter könne man handelsübliches Vogel- oder Papageienfutter anbieten, gelegentlich würden auch Haferflocken oder Müsli als Verpflegung angenommen. Fliegt die Taube nicht nach zwei bis drei Tagen ab, sollte sie einfangen werden. Man sollte die Ringnummer ablesen und an den Verband Deutscher Brieftaubenzüchter unter Telefon 0201/8722412 gemeldet werden. Manche Tauben tragen auch die Nummer ihres Züchters auf dem Fußring.

 

 

 

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Beobachtungsdaten

Beobachtungsgebiete in Hessen

Bundesweite aktuelle Vogelbeobachtungen

 

 

 

25 Jahre Vogelstation Sheppard in Nonnenroth 

Hungen – Helga Sheppard betreibt seit 25 Jahren in Nonnenroth eine 
Auffangstation für verletzte, geschwächte oder verwaiste Vögel. Sie hat etwa 1300 
Tiere aus 88 Arten gepflegt; anfangs nur wenige, mittlerweile liegt die jährliche 
Zahl konstant über 100. Während der Jungtiersaison von Mitte April bis 
September beginnt der Arbeitstag mit Sonnenaufgang – im Sommer gegen 5 Uhr – und 
er endet mit dem Dunkel der Nacht. Zunächst muss Futter zubereitet werden. Das 
wird den meisten Tieren mit einer Pinzette in den Schnabel gegeben. Die 
»Nestlinge« der Singvögel müssen stündlich gefüttert werden, frisch geschlüpfte 
Küken noch öfter. Werden die Vögel selbständiger, nehmen sie das Futter selbst 
von der Pinzette ab. Beim täglichen Füttern von etwa 15 Vögeln ist das alles 
eine immense Arbeit. Neben den Jungtieren sind immer wieder verletzte Vögel 
zu pflegen, die etwa von einer Katze gerissen wurden oder einen Zusammenstoß 
mit einem Auto erlitten hatten. Nach der ersten Untersuchung werden die 
Wunden versorgt. Stark abgemagerte Tiere bekommen eine Infusion: Mit einer feinen 
Spritze wird an der Unterseite der Flügel eine Nährlösung unter die Haut 
gespritzt. Oft ist es nötig, die Patienten nach Gießen in die Vogelklinik zu 
bringen. Sheppard leistet diese Arbeit allein, bekommt weder Futter noch sonstige 
Kosten ersetzt. Nun wird es ihr aus Alters- und Gesundheitsgründen immer 
schwerer, die Arbeit zu bewältigen. Dringend gesucht werden Menschen, die Zeit 
und Lust haben, einmal einen kleinen Vogel selbst aufzuziehen, bei der 
handwerklichen Instandsetzung der Außenvolieren zu helfen, oder mal die eine oder 
andere Fahrt nach Gießen zu übernehmen.

 

 
 

  Termine
   


Der SPECHT
  Die Infoblätter des Kreisverbandes auszugsweise online

 

Vogelkundlicher Jahresbericht
 
 

Alle Infos zum jährlich erscheinenden Bericht für Melder und Leser.

 

 

 

 
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