Specht-Ausgaben

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 Der Specht

  

Informationsblätter des Kreisverbandes Gießen

und des Kreisbeauftragten für Vogelschutz

- Dezember 2001 -

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Aus dem Inhalt:

I.vorab: Mitteilungen des Kreisbeauftragten für Vogelschutz

II.Kurzmeldungen und Mitteilungen

III.Termine 2002

IV.„Fundgrube“: Presseauszüge und Interessantes

www.nabu-giessen.de

Der Specht ist die Sammlung der Informationsblätter des NABU-Kreisverbandes Gießen. Die Informationen sind nur zum internen Gebrauch bestimmt und sind keine Veröffentlichung im Sinne des Presserechtes.

Herausgeber: NABU Kreisverband Gießen e. V.

Vorschläge und Manuskripte bitte an d. Redaktion

Redaktion: Tim Mattern, Krofdorf-Gleiberg, 

Mitarbeit: Karl Herrmann, Diethard Heyn

 

Zum Jahreswechsel 

Obwohl durch Vorgaben in der Naturschutzgesetzgebung der Spielraum sehr eng und durch die allgemeine wirtschaftliche Situation die Finanzmittel für Naturschutzmaßnahmen auch in den öffentlichen Haushalten sehr knapp geworden sind, sollten die als ehrenamtlich für die Allgemeinheit tätigen Naturschützer nicht nachlassen in ihren Bemühungen, sondern den eingeschlagenen Weg fortsetzen.

Konsequentes Handeln und Präsenz in der Öffentlichkeit sind weiterhin gefordert.

Stärken Sie die Position des Natur– und Umweltschutzes !

Für Ihre Mitarbeit und Ihr Interesse im ausgehenden Jahr danken die Vorstandsmitglieder des NABU-Kreisverbandes Gießen und wünschen Ihnen alles Gute für das Jahr 2002, dem Jahr des Haussperlings.

Hans-Erich Wissner (Vorsitzender)

II. Kurzmeldungen und Mitteilungen

Mitteilung der SPECHT-Redaktion

Die große Anzahl an Ortsgruppen und Vogelschutzbeauftragten ist für die kreisweite Öffentlichkeitsarbeit schwierig zu überschauen. So liegen bis dato nur eine Handvoll Informationen vor, welche Gruppen / Beauftragten im Internet zu finden, bzw. per e-Mail erreichbar sind. Für eine Zusammenstellung im nächsten „Specht“ der Internet-Seiten über Naturschutz im Landkreis Gießen bitte ich nochmals um entsprechende Mitteilung an mich (Adresse siehe oben). 

Der jeweils aktuelle Specht wird von Karl Herrmann auch ins Internet gestellt. Es würde einiges an Arbeit sparen, wenn sich Specht-Bezieher mit Internetanschluss in einen e-mail-Verteiler eintragen lassen, so daß wir an diese Personen keine gedruckten Exemplare mehr senden müssen, sondern nur noch die Mitteilung, daß die neue Ausgabe im Internet bereit steht.

Mit freundlichem Gruß, Tim Mattern-.

FFH-Flächen

Die Nachmeldeliste der Flora-Fauna-Habitat-Flächen (FFH) wird vom NABU nochmals überarbeitet. Der Kreisverband bittet die Ortsgruppen FFH-würdige Flächen schnellstmöglich noch an Dr. Achim Zedler, , zu melden.

Ornithologischer Jahresbericht

(tma). Der Ornithologischer Jahresbericht 2000 für den Kreis Gießen ist in Kürze druckreif. Jede Ortsgruppe bekommt automatisch ein Exemplar mit beiliegendem Überweisungs-träger zugeschickt. 

An alle Vogelbeobachter:

Hinweise zu beringten bzw. farbmarkierten Vögeln erwünscht

(tma). Beringungsprojekte leben von der Mithilfe bzw. von den RÜCKMELDUNGEN von Naturbeobachtern. Nachfolgend einige Adressen, an die ABLESUNGEN gesendet werden können.

Greifvögel:

Die Martin-Luther-Universität Halle hat verschiedene Greifvögel (Rot- und Schwarzmilane und Mäusebussarde) mit farbigen und nummerierten Flügelbinden gekennzeichnet. Die Markierungen sind bei sitzenden Vögeln gut mit dem Fernglas abzulesen. Informationen über Aufenthaltsorte von markierten Vögeln erbittet Dr. M. Stubbe, Institut für Zoologie, Universität Halle, Domplatz 4, 06099 Halle, Tel.: 0345 / 5526-453 oder –479, Fax 0345 / 5527-314.

Gänse:

Beobachtungen von Gänsen (v. a. Nil- u. Kanadagänse etc.) mit Ringen und Farbringen an: Olaf Geiter, Universitität Rostock, Fachbereich Biologie, Allgemeine und spezielle Zoologie, Universitätsplatz 5, 18055 Rostock, Tel.: 0381 / 498 1944, Fax: 0381 / 1912.

Dohlen:

Informationen über beringte Dohlen (Aluminiumringe mit Zahlen und Buchstaben, sowie Farbringe) erbittet Klaus Schmidt, Liebensteiner Str. 118, 36456 Barchfeld, Tel.: 036961 / 44350.

Kraniche: 

(kh). Im zeitlichen Verlauf eines Jahres treten Kraniche in den meisten Ländern Europas als Brut- oder Zugvogel bzw. als Überwinterer in Erscheinung. Detailliertes biologisches Grundwissen zu bestimmten Lebensphasen dieser attraktiven Großvogelart fehlt weitestgehend. Mit Hilfe der Farbmarkierung, die ein individuelles Erkennen erlaubt, sollen im Rahmen eines europaweiten Projektes Informationslücken geschlossen werden.

Das Beringungsprojekt ist das Ergebnis von Vereinbarungen innerhalb der European Crane Working Group anläßlich der internationalen Kranichtagungen von Tallinn, Estland (1989), Orellana la Vieja, Spanien (1994) und Stralsund, Deutschland (1996). 

Seit Mitte der 1980er Jahre wurde mit roten Kunstoffringen, die eine weiße Buchstaben-Zahlenkombination enthielten beringt. Ab 1990 erhalten Jungkraniche am rechten Bein eine Dreifarbkombination und am linken Bein einen Landeskennring, jeweils über dem Intertarsalgelenk. Neben diesen Kunststoffringen können die Vögel mit den Metallringen der zuständigen Vogelwarte versehen werden. Im Rahmen des internationalen Projektes erhalten Kraniche Landesringe mit den

folgenden Farben:

-Schweden: rot; seit 1999: rot-weiß-rot

-Finnland: gelb; seit 1995: gelb-rot-gelb gelb-schwarz-gelb, gelb-blau-gelb, gelb-weiß-gelb

-Deutschland: hellblau; seit 1997: blau-weiß-blau; seit 1999: blau-rot-blau; seit 2001: blau-schwarz-blau

-Polen: grün 

-Estland, Lettland, Litauen: weiß-schwarz-weiß 

-Israel: grün-rot-grün 

-Rußland: weiß 

Spanien, Portugal ohne Landesring. 

Informationen über abgelesene Ringe erbittet :

Kranich-Informationszentrum, Lindenstr. 27, D - 18445 Groß Mohrdorf, Tel. 038323/80540, Fax 038323/80541. In diesem Zusammenhang sind möglichst ausführliche Informationen, z.B. zur Truppgröße, Ort, Datum, Nahrungs-flächenart, Verhalten, erwünscht. 

Jagdzeiten für Rabenkrähen und Elstern geändert 

(dh)Ab 30. August 2001 gilt die geänderte Rechtsverordnung des Hessischen Ministers für Umwelt, Landwirtschaft und Forsten, dass Rabenkrähen und Elstern in der Zeit vom 

1. August bis 20 Februar bejagt werden dürfen. Bisherige Regelung: 01. September bis 31. März.

Der SPECHT und seine Handhabung 

(kh). Uns, die Mitglieder des Kreisvorstandes, erstaunt es immer wieder – und ein wenig Enttäuschung kommt ebenfalls dabei auf – wenn wir erfahren müssen, wie „wenig kooperativ“ mit demSPECHT umgegangen wird.

Der Specht stellt eine Ansammlung von Informations-Blättern dar, die der KV an alle NABU-Gruppen-Vorsitzenden, an alle Ortsbeauftragten für Vogelschutz, an die Presse, an Verwaltungen, Dienststellen und Behörden sowie an zahlreiche Interessierte (insgesamt mehr als 170 Ex.) seit vielen Jahren verschickt – mit nicht geringen Kosten und unter erheblichem Zeitaufwand.

Aus Beobachtungen, Aussagen bzw. einer gewissen Fragestellung heraus ist uns bekannt, dass diese INFO-Blätter oft gar nicht die Adressaten der Vorstände, z.B. Schriftführer, Jugend- oder Kinderwart, Kassierer oder Beisitzer erreichen, sondern beim Vorsitzenden „liegen bleiben“. Ja sogar der Vorsitzende ist oftmals nicht informiert, fragt uns nach Terminen bzw. verpaßt solche glattwegs.

Letztes Beispiel: Die in einer der vergangenen Jahreshauptversammlungen gewählten Deligierten des Kreisverbandes haben die Einladung zur Teilnahme an der Landesvertreter-Versammlung in Wetzlar verpasst.

Zur Handhabung: Vor dem eigentlichen Specht sind die Blätter des Kreisbeauftragten für Vogelschutz angeheftet; dies wegen der gemeinsamen Kostenbeteiligung mit dem NABU-KV. Diese kann man zusammen entnehmen und getrennt aufbewahren. Dann hat man den Specht „pur“ vor sich.

Die wegen des besseren Handlings beim Versand links oben vorhandene Klammer muss beseitigt werden; dann hat man die Informations-Blätter „einzeln“ vor sich.

Daraufhin sollte der Empfänger – falls er OG-Vorsitzender ist – die Blätter sorgfältig durchsehen und sortieren, um das wichtigste nicht zu übersehen (Termine oder dgl.), und für sein Vorstandskollegium zur Verteilung vorbereiten oder direkt weitergeben (oftmals erweist sich der Postweg als hilfreich!). 

Es ist für uns unverständlich, wenn ein Vorstandsmitglied einer OG, das sich soeben mit der Erfassung und Meldung der Neu-Mitglieder befasst, sich beim Kreisvorstand über die Vorgehensweise erkundigt bzw. informieren will, dabei erfährt, daß bereits im vorletzten Specht das Procedere genau beschrieben worden ist, und dann die Frage stellt: Wer bekommt denn bei uns eigentlich den Specht?


IV. Fundgrube

Unsichere Atomkraft

Die Folgen eines Passagier-Jet-Absturzes auf die französische Wiederaufarbeitungsanlage La Hague würde die Atomkatastrophe von Tschernobyl weit übertreffen, errechnete die Expertengruppe Wise für das EU-Parlament. Allein aus dem kleinsten Abklingbecken für Brennstäbe würde 67-mal mehr radioaktives Cäsium-137 freigesetzt als 1986 in der Ukraine. Laut Bundesumweltministerium würde auch keiner der 19 deutschen Atommeiler Terroranschlägen standhalten. Tschechien hat zum Schutz der umstrittenen Atomreaktoren in Temelin Luftabwehrraketen in die Region verteilt. 

Aus: Greenpeace-Magazin 06/2001

Schutz vor „Lichtverschmutzung“

Die Regierung der spanischen Region Katalonien hat ein Gesetz zum Schutz der Dunkelheit erlassen – und ist damit nach der Lombardei (Italien) und Fauquier County (Virginia /USA) die dritte Region weltweit, die gegen „Lichtverschmutzung“ vorgeht. Astronomen hatten den Vorschlag ins Parlament eingebracht, da durch Scheinwerfer, Lichtreklamen und Straßenlaternen kaum noch Sterne zu sehen waren. Auch Zugvögel, die Sterne als Wegweiser nutzen, geraten im Lichterkessel der Städte immer wieder in die Irre. Rückendeckung erhalten die Sternenfreunde auch von Insektenforschern. „Hell erleuchtete Parks oder kunstvoll angestrahlte Kirchen wirken wie ein Staubsauger für Insekten“, erklärt der Mainzer Zoologe Gerhard Eisenbeis. Verschwinden die Mücken und Motten, fehlt Fröschen, Fledermäusen und Vögeln die Nahrung. Dabei könnten Natriumlampen, deren gelbes Licht Insekten und Vögel weniger anzieht, für Abhilfe sorgen. Das Umweltbundesamt hält das Thema Lichtverschmutzung bislang für weniger eindringlich. Und auch im neuen Naturschutzgesetz ist kein Schutz vor zu viel Licht vorgesehen

Aus: Greenpeace-Magazin 06/2001.

Zum Schmunzeln und zum Nachdenken über....

...Weihnachtsbeleuchtung

Sonntag, 1. Advent 10.00 Uhr. In der Reihenhaussiedlung Önkelstieg läßt sich die Rentnerin Erna B. durch ihren Enkel Norbert 3 Elektrokerzen auf der Fensterbank ihres Wohnzimmers installieren. Vorweihnachtliche Stimmung breitet sich aus, die Freude ist groß.

10 Uhr 14: Beim Entleeren des Mülleimers beobachtet Nachbar Ottfried P. die provokante Weihnachtsoffensive im Nebenhaus und kontert umgehend mit der Aufstellung des 10 armigen dänischen Kerzenset zu je 15 Watt im Küchenfenster. Stunden später erstrahlt die gesamte Siedlung Önkelstieg im besinnlichen Glanz von 134 Fensterdekorationen.

19 Uhr 03: Im 14 km entfernten Kohlekraftwerk Sottrup?Höcklage registriert der wachhabende Ingenieur irrtümlich einen Defekt der Strommeßgeräte für den Bereich Stenkelfeld?Nord, ist aber zunächst arglos.

20 Uhr 17: Den Eheleuten Horst und Heidi E. gelingt der Anschluß einer Kettenschaltung von 96 Halogen?Filmleuchten, durch sämtliche Bäume ihres Obstgartens, ans Drehstromnetz. Teile der heimischen Vogelwelt beginnen verwirrt mit dem Nestbau.

20 Uhr 56: Der Discothekenbesitzer Alfons K. sieht sich genötigt seinerseits einen Teil zur vorweihnachtlichen Stimmung beizutragen und montiert auf dem Flachdach seines Bungalows das Laseresemble Metropolis, das zu den leistungsstärksten Europas zählt. Die 40m Fassade eines angrenzenden Getreidesilos hält dem Dauerfeuer der Nikolausprojektion mehrere Minuten stand, bevor sie mit einem häßlichen Geräusch zerbröckelt.

21 Uhr 30: Im Trubel einer Jul?Club?Feier im Kohlekraftwerk Sottrup?Höcklage verhallt das Alarmsignal aus Generatorhalle 5.

21 Uhr 50: Der 85 jährige Kriegsveteran August R. zaubert mit 190 Flakscheinwerfern des Typs Varta Volkssturm den Stern von Bethlehem an die tiefhängende Wolkendecke.

22 Uhr 12: Eine Gruppe asiatischer Geschäftsleute mit leichtem Gepäck und sommerlicher Bekleidung irrt verängstigt durch die Siedlung Önkelstieg. Zuvor war eine Boing 747 der Singapur Airlines mit dem Ziel Sidney versehentlich in der mit 3000 bunten Neonröhren gepflasterten Garagenzufahrt der Bäckerei Bröhrmeyer gelandet.

22 Uhr 37: Die NASA Raumsonde Voyager 7 funkt vom Rande der Milchstraße Bilder einer angeblichen Supernova auf der nördlichen Erdhalbkugel, die Experten in Houston sind ratlos.

22 Uhr 50: Ein leichtes Beben erschüttert die Umgebung des Kohlekraftwerks Sottrup?Höcklage, der gesamte Komplex mit seinen 30 Turbinen läuft mit 350 Megawatt brüllend jenseits der Belastungsgrenze.

23 Uhr 06: In der taghell erleuchteten Siedlung Önkelstieg erwacht Studentin Bettina U. und freut sich irrtümlich über den sonnigen Dezembermorgen.

Um genau 23 Uhr 12 betätigt sie den Schalter ihrer Kaffeemaschine.

23 Uhr 12 und 14 Sekunden: In die plötzliche Dunkelheit des gesamten Landkreises Stenkelfeld bricht die Explosion des Kohlekraftwerks Sottrup?Höcklage wie Donnerhall. Durch die stockfinsteren Ortschaften irren verwirrte Menschen, Menschen wie du und ich, denen eine Kerze auf dem Adventskranz nicht genug war.

In diesem Sinne -Frohe Adventszeit!

Natur des Jahres 2002

-Alte Haustierrasse: Angler Rind (GEH / www.g-e-h.de)

-Baum: Wacholder (Schutzgemeinsch. D. Wald / www.baum-des-jahres.de)

-Biotop: (Naturschutz-Akademie Hessen / www.nzh-akademie.de)

-Blume:

-Fisch: (Verband Deutscher Sportfischer / www.vdsf.de)

-Gemüse: (www.nutzpflanzenvielfalt.de)

-Insekt:(Kuratorium Ins. d. J. / www.bba.de)

-Landschaft: (Naturfreunde International)

-Orchidee: (AK Heimische Orchideen)

-Pilz: Orangefuchsiger Rauhkopf (Deutsche Mykologische Gesellschaft / www.dgfm-ev.de)

-Spinne:(Deutsche Arachnologische Gesellschaft / www.araches.de)

-Tier:(Schutzgemeinsch. Deutsches Wild)

-Vogel: Haussperling (NABU / www.nabu.de)

siehe auch die Zusammenstellungen auf www.vogel-des-jahres.de und www.greentime-wettenberg.de.vu , Stand: 20.10.2001

Der nächste SPECHT erscheint voraussichtlich Ende Februar 2002.

Kranichzug 2000 - AG Kranichschutz Groß Mohrdorf meldet:

(kh). Einige von 42 bekannten Kranichplätzen in Deutschland mit der Anzahl der ermittelten Vögel:

Bock27000

Kirr4500

Rügen14152

Küste insgesamt 42800

Unteres Odertal12900

Kreis Prenzlau2200

Großer Koblentzer See2066

Galenbecker See3000

Landkreis Demmin1940

Müritzsee7250

Kölpinsee3080

Varchentiner/Cramoner See 400

Langenhägener Seewiesen 2776

Kreis Bad Doberan1340

Löcknitztal/Parchim300

Schaalsee1400

Oldenburger See/S-H900

Schorfheide6700

Blumberger Mühle12

Landkreis Teltow-Fläming 439

Linum25900

Nauen15000

Gülper See2003

Untere Havel6900

Elbe-Beuster/Werder2000

Elbe-Schnackenburg/Wrechow Polder 1650

Elbe-Lenzener Wische/Breetzer See2700

Tister Bauernmoor/Sittensen3850

Ostenholzer Moor/Walsrode800

Lichtenmoor/Rehgurger Moor2400

Dubringer Moor/Hoyerswerder263

Grünhaus/Grünewalde2400

Luckau3800

NSG "Innerer Spreewald" 800

Dauban/NOL-Kreis135

Dübener Heide209

Kelme-Stausee/Kelbra10264

auszugsweise aus: H. Prange, 2001.Kranichzug, -rast und -schutz 2000,

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Die 46seitige Broschüre kann im Kranichinformationszentrum Lindenstr. 27, 18445 Groß Mohrdorf bestellt werden

Preis DM 10,- + Porto.

Tel. 038323/80540, Fax /80541

email: gruidae@aol.com

http://www.kraniche.de

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    Der Specht

Informationsblätter des Kreisverbandes Gießen  

Oktober 2001


 
Aus dem Inhalt:

I.vorab: Mitteilungen des Kreisbeauftragten für Vogelschutz

II.Mitteilungen und Termine

III.Schnell informiert: Kurzmeldungen

IV.„Fundgrube“: Presseauszüge und Interessantes

www.nabu-giessen.de

Der Specht ist die Sammlung der Informationsblätter des NABU-Kreisverbandes Gießen. Die Informationen sind nur zum internen Gebrauch bestimmt und sind keine Veröffentlichung im Sinne des Presserechtes.

Herausgeber: NABU Kreisverband Gießen e. V.

Vorschläge und Manuskripte bitte an d. Redaktion

Redaktion: Tim Mattern, Krofdorf-Gleiberg, 

Mitarbeit: Karl Herrmann, Diethard Heyn

II. Termine und Mitteilungen des Kreisverbandes und der Ortsgruppen

Landesvertreterversammlung am 21. Oktober 2001

(kh) Durch die auf über 3000 angestiegene Mitgliederzahl besitzt unser Kreisverband nun 8 Delegierten-Stimmen für die Landesvertreterversammlung. Wer Interesse hat, an der Versammlung in Wetzlar teilzunehmen, sollte sich unbedingt mit Hans-Erich Wissner (Tel.: 06407 / 63 69) in Verbindung setzen! (Einladung und Tagesordnung siehe Rückseite!)

Jubiläum in Launsbach 

Die Ortsgruppe Wettenberg-Launsbach feiert in diesem Jahr ihr 40jähriges Bestehen. Die Feier ist für den 10 November 2001 festgelegt.

Mitteilung der Deutschen Ameisenschutzwarte (DASW)

Erneute Proteste erforderlich!
(tma) Es sollte mittlerweile zumindest allen Ameisen-Freunden bekannt geworden sein, daß von den hügelbauenden Waldameisen zur Zeit nur die Rote Waldameise (Formica rufa) zu den besonders geschützten Tierarten zählt. Scheinbar in einer „Nacht- und Nebelaktion“ habe sei die BartSchV in Bezug auf die Waldameisen im Oktober 1999 ohne vernünftigen Grund geändert, schreibt Dieter Bretz in Ameisenschutz aktuell 3/01. Jetzt sei es aus juristischen Gründen offensichtlich nicht möglich, die ursprüngliche Rechtslage wieder herzustellen. Es sei unabdingbar, daß alle Waldameisenarten möglichst schnell wieder unter besonderen Schutz gestellt werden. Bretz ruft alle Ameisenfreunde dazu auf, massiv bei sämtlichen Abgeordneten des jeweiligen Wahlkreises zu protestieren. Protestbrief-Entwürfe und weitere Informationen finden Sie auf www.ameisenschutzwarte.de, aber auch weiter hinten in diesem Specht.

III. Kurzmeldungen / IV Fundgrube

Mauersegler

NABU Rheinland-Pfalz: 29.08.2001: Am 40. Nestlingstag hat der Kirchwälder (MYK) Mauersegler die Reise in sein Winterquartier angetreten. Mehrere Fotos von dem Jungvogel im Nest liegen vor (E. Becker). MILDENBERGER (1984) gibt für das Rheinland als spätestes Datum den 24.08.1979; SCHUSTER et al (1983) für den Bodenseeraum den 28.081966 und von KNORRE (1986) für Thüringen den 17.08.1976 an. Dieses Datum in Kirchwald liegt also noch im Rahmen. Quelle: www.tiere-pflanzen-rheinland-pfalz.de

Dazu eine Meldung aus Krofdorf-Gleiberg: In der Brutkolonie auf dem Dachboden von G. Stork begannen im Mai 2 Mauersegler-Paare eine Brut. Wegen schlechten Wetters brachen sie aber das Brutgeschäft ab und warfen die Eier aus ihren Nistkästen. Wenig später begann erneut ein Paar, deren zwei Jungvögel das Nest am 24.082001 verließen.

Blick in eine alte hessische Wetterkarte

Immer wieder wird gerätselt, ob denn die Atomversuche oder die Luftverschmutzung Schuld an den extremen Wetterverhältnissen seien. Alte Wetteraufzeichungen geben uns aber Aufschluß darüber, daß auch unsere Vorfahren viele schlechte Jahre erlebt haben. Man erfährt zum Beispiel folgendes:

1221: Von Ostern bis Herbst regnete es ohne Unterlaß

1226: Diese Jahr war ein rechtes Sonnen- aber auch ein Schicksalsjahr. Zuerst verzehrte eine dauernde Dürre Pflanzen und Früchte. Ende August kam aber ein großes Unwetter mit verheerenden Folgen, denn Regengüsse richteten schweren Schaden an. Die Folgen waren Seuchen bei Mensch und Tier.

1271:Ein recht regnerisches Jahr: Hungersnot. Aus den Zapfen der Haselstauden und den Flachsknoten wurde Brot gebacken. Viele Menschen starben den Hungertod.

1303:Große Hitze und Fruschtteuerung.

1420 bis 1428: Wohlfeile Jahre und gute Zeiten.

1430:Am Sonntag Cantate (Mai) erfror das Korn auf den Feldern

1442:Sehr strenger Winter. Am 22. November fingen alle Wasser an, zu frieren. Es fiel 36 mal Schnee hintereinander. Die Kälte hielt an bis Jakobi.

1464:Ein sehr wohlfeiles Jahr. Es kostete eine Kuh 2 Gulden, 30 Hühner einen Gulden, 60 Hähne einen Gulden, 45 Steigen Eier einen Gulden.

1506:In diesem Jahr wuchs die Frucht in reichem Maße auf den Feldern, wurde aber restlos von den massenhaft auftretenden Raupen aufgrefressen.

1597:In den „Hundstagen“ konnte niemand ohne Feuer in den Häusern sein und ohne warme Kleidung auf dem Feld arbeiten. Am 21. August war es so kalt, daß man es auf dem Feld kaum aushalten konnte.

1719:Vom Mai bis August hat es nicht geregnet; es gab kein Heu und auch kein Grummet.

1775:Von Mitte bis Ende Oktober fiel kein Tropfen Regen. Dann folgt ein grausamer Winter. Der Schnee lag acht Wochen lang drei Fuß hoch (1 Fuß = 33 cm).

1789 bis 1793: Diese Jahre waren so trocken, daß eine große Teuerrung eintrat und es den Menschen sehr schlecht ging.

Quelle: „OHGV-Magazin“ N. 8/2001   
Online – Internet-Tips

Naturschutz heute:

www.naturschutz-heute.de

Greenpeace-Magazin: 

www.greenpeace-magazin.de

ZDF Umwelt:

www.umwelt.zdf.de

web-Zeitung der Umweltverbände

www.ngo-online.de 

Der aktuelle Umweltatlas Hessen kann auf den Seiten des Umweltministeriums eingesehen werdenwww.umwelt.hessen.de

Berichte des Umweltbundesamtes gibt es auf www.umweltbundesamt.de 

Engagierte Jugendliche haben die Seiten von www.umweltschutzweb.de eingerichtet.

Die Stiftung Hessischer Naturschutz präsentiert sich unter www.natur-in-hessen.de

Gebrauchte Gegenstände verschenken statt wegwerfen auf www.alles-und-umsonst.de

Den NABU Kreisverband Gießen finden Sie natürlich unter www.nabu-giessen.de

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