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Schwalbenfreundliches Haus

Sie haben ein Haus mit Schwalbennestern im Kreis Gießen und möchten sich um die Auszeichnung "Schwalbenfreundliches Haus" bewerben oder jemanden dafür vorschlagen?

 

 

Hier erhalten Sie den Bewerbungsbogen.

 

Die Bewerbungen und Vorschläge schicken Sie bitte an den NABU Kreisverband Gießen, Dr. Tim Mattern, Taubenäcker 21, 35435 Wettenberg, Mail: specht [ät] nabu-giessen.de.

 

Der aktuelle Stand an Bewerbungen und Vorschlägen liegt bei 63 Gebäuden (Stand 23.11.2011).

Ausgezeichnet werden in Kürze oder wurden bereits 22 Gebäude oder Betriebsgelände (Uferschwalben).

 Wir bitten um Verständnis, dass die Auszeichnungen nicht immer zeitnah vergeben werden und nicht jedes Gebäude in der Presse erwähnt werden kann.

 

 

 

Wichtiges in Kürze:

 

Welche Häuser werden ausgezeichnet?

Insbesondere bezieht sich die Aktion natürlich auf Häuser mit (belegten) Schwalbennestern. Aber im Grunde kann und soll jedes Haus ausgezeichnet werden, das in irgendeiner Weise „vogelfreundlich“ ist. Sei es, dass aktiv Nistmöglichkeiten geschaffen werden oder Vogelnester von den Hauseigentümern toleriert und erhalten werden, z. B. neben Mehl- und Rauchschwalbe auch Mauersegler, Haussperling u. a. gebäudebrütende Arten.

Auch wenn künstlich geschaffene Nistmöglichkeiten noch nicht besetzt sind – wer seit mehreren Jahren bemüht ist, eine größere Anzahl Vögeln am Gebäude anzusiedeln, das Ansinnen aber noch nicht von Erfolg gekrönt war, kann prinzipiell auch eine Auszeichnung erhalten.

 

Welche Häuser können nicht ausgezeichnet werden?

Gebäude, die eigens für die Ansiedlung von Schwalben gebaut wurden (Schwalbenhäuser, umgebaute bzw. nicht mehr in Betrieb befindliche Trafohäuser u.ä.) können keine Auszeichnung erhalten. Ebenso können Gebäude außerhalb des Landkreises Gießen vom NABU-Kreisverband nicht ausgezeichnet werden.

 

Wie werden die Gebäude ausgewählt?

Jeder Hauseigentümer kann sich selbst bewerben, das Formular dazu kann oben auf dieser Seite herunter geladen werden. Aber auch die örtlichen NABU-Gruppen und andere Naturschutzvereine sowie die Vogelschutzbeauftragten sind gefragt, Vorschläge zu machen.


 

Pressemitteilung 10.2011

 

NABU startet Aktion "Schwalbenfreundliches Haus"

Vogelfreundliche Hauseigentümer können sich um Plakette bewerben

Kreis Gießen. Der Naturschutzbund Kreisverband Gießen startet am 1. Juni 2011 die Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“. Dabei können sich Hausbesitzer, die Schwalben und andere Vögel an ihrem Gebäude tolerieren um eine Auszeichnung bewerben oder vorgeschlagen werden. Verliehen werden eine wetterfeste Plakette zur Anbringung an der Hauswand und eine Urkunde. Die Bewerbungsunterlagen stehen im Internet unter www.nabu-giessen.de/schwalbe zur Verfügung.

„Viele Sprichworte deuten darauf hin, dass die Menschen es positiv empfanden, wenn Schwalben an ihrem Haus nisteten“, sagte NABU-Pressesprecher Tim Mattern anlässlich des Beginns der Aktion. Eines lautet „Wo die Schwalbe nistet, da kein Unglück fristet“. In der Tat leisten Mehl- und Rauchschwalbe in den Dörfern einen wichtigen Beitrag auch für die Lebensqualität des Menschen, denn sie ernähren sich ausschließlich von fliegenden Insekten. Die verdauten Insekten führen jedoch zum Verdruss vieler Hausbesitzer, weil die Hinterlassenschaften der Mehlschwalben die Fassaden verschmutzen. Die vor allem in Ställen nistende Rauchschwalbe hat dagegen Probleme, weil die wenigen modernen Stallungen entweder verschlossen sind oder nicht den Lebensraumansprüchen des Vogels genügen. Auch bei Haussanierungen werden Nester entfernt – häufig gar widerrechtlich. Schmutzabweisende Fassadenfarben verhindern den Neubau der Lehmnester.

Der NABU möchte mit der Auszeichnung von Gebäuden, an oder in denen Schwalben und andere Vögel nisten, um Toleranz und Verständnis für die Bedürfnisse der Vögel werben. „Wer Mehl- und Rauchschwalben, Mauersegler oder auch andere Gebäudebrüter an seinem Haus duldet oder sich sogar um deren Ansiedlung bemüht, kann sich um die Plakette bewerben“, so Mattern. Der Kreisverband entscheidet über die Bewerbungen in Abstimmung mit den örtlichen NABU-Gruppen und nimmt die Auszeichnungen vor. „Bei öffentlichen oder Firmengebäuden kann die Plakette selbstverständlich auch werbewirksam am Haus aufgehängt werden.“ Der Fragebogen für die Bewerbung ist unter www.nabu-giessen.de/schwalbe zu finden, dort finden sich auch weitere Kontaktadressen und Steckbriefe von Rauch- und Mehlschwalbe.

 

Pressebericht

NABU zeichnet „schwalbenfreundliche Häuser“ aus

 Krofdorf-Gleiberg (tma / GAZ, 2.8.11). Im Frühsommer startete der NABU Kreisverband Gießen die Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“, die ersten Gebäude wurden am vergangenen Montag in Krofdorf-Gleiberg ausgezeichnet. Die Auszeichnungen wurden zunächst stellvertretend für weitere Gebäude in Krofdorf-Gleiberg vorgenommen und waren der Auftakt für weitere Verleihungen im Kreisgebiet. Nicht ohne Grund begann der Aktion im Dorf am Fuße des Gleibergs statt, gibt es dort doch die kreisweit größte Population der Mehlschwalbe mit rund 400 Brutpaaren.

 Mit der Plakette und der Urkunde möchte der NABU den Hausbesitzern dafür danken, dass sie Mehl- und Rauchschwalben sowie Mauerseglern eine Zuflucht bieten. Alle drei Vogelarten sind auf das Wohlwollen der Menschen angewiesen, denn sie nisten an und in Gebäuden.

Mit dem Prädikat „Schwalbenfreundliches Haus“ wurden von Prof. Hans-Richard Wegener (Vorsitzender NABU Krofdorf-Gleiberg) und Dr. Tim Mattern (NABU Kreisverband Gießen) die Gebäude von Günther Stork, Klaus Kreiling und Reinhold Stork sowie ein Trafohaus der Stadtwerke Gießen ausgezeichnet. „Eure Gebäude wurden nicht ohne Grund ausgewählt, denn jedes ist eine Besonderheit“, sagte Mattern. So bemühte sich Günther Stork jahrelang um die Ansiedlung von Mehlschwalben und Mauerseglern an seinem Wohnhaus. Sein Ansinnen war von Erfolg gekrönt. Bei der Mauerseglerkolonie in der Giebelseite lässt sich sogar vom Dachboden aus das Brutgeschehen beobachten. Am Haus und den Nebengebäuden von Klaus Kreiling nisten mit Mehlschwalbe, Rauchschwalbe und Mauersegler sogar alle drei Arten. „Das ist in Krofdorf einzigartig“, betonte auch Hans-Richard Wegener. Reinhold Stork hat sich um den Schutz der Mehlschwalben in Krofdorf-Gleiberg und darüber hinaus verdient gemacht. Selbstverständlich geht er mit gutem Beispiel voran und hat an seinem Haus auch Nisthilfen für Mehlschwalben angebracht. Die Stadtwerke Gießen erlaubten es dem NABU Krofdorf-Gleiberg vor Jahren, Nisthilfen am Trafohaus in der Hauptstraße anzubringen. In diesem Jahr sind nicht nur alle zehn Kunstnester belegt, die Mehlschwalben bauten auch selbst drei Nester dazu.

Bewerbungen und Vorschläge für „Schwalbenfreundliche Häuser“ sind weiterhin möglich. Informationen und ein Formular dazu gibt es auf der Internetseite www.nabu-giessen.de/schwalbe

 

Pressemitteilung 13.2011

Uwe Ranzes Haus ist „schwalbenfreundlich“

 Der NABU-Kreisverband Gießen zeichnete dieser Tage das erste Anwesen in Fernwald im Rahmen der neu angelaufenen Kampagne „Schwalbenfreundliches Haus“ aus. Der Kreisvorsitzende Dr. Achim Zedler konnte Uwe Ranze aus Albach eine Urkunde und eine Plakette übergeben. Laut Zedler handelt es sich um ein sehr bemerkenswertes Engagement, das Uwe Ranze zeige. Dieses Jahr brüteten 19 Mehlschwalbenpaare an seinem Haus, davon 12 in künstlichen und 7 in Naturnestern. Das Gebäude ist damit das in Albach am besten belegte Anwesen. Dieses sei insbesondere hervorzuheben, da direkte Nachbarn die Nester an ihren Häusern immer wieder abschlügen, Uwe Ranze aber die mit den Nestern verbundene Verschmutzung  toleriere. „Nach der Brutzeit wird einmal im Jahr die Fassade unter Schonung der Nester sauber gemacht. Damit habe ich kein Problem“, so Ranze. Schwalben seien schon immer an diesem Haus gewesen, solange der denken könne. Früher, als die Familie noch Landwirtschaft betrieben wurde, hätten auch Rauchschwalben („Stallschwalben“) auf dem Anwesen gebrütet.

Der NABU-Kreisverband Gießen möchte mit der Kampagne „Schwalbenfreundliches Haus“ Toleranz von Schwalben und aktive Schutzmaßnahmen anerkennen und damit den Schwalbenschutz stärken. Informationen zur Aktion gibt es im Internet unter www.nabu-giessen.de/schwalbe

 

 

 

 

 

Noch mehr zum Thema Schwalbenschutz:

Mehlschwalben in Hessen (NABU Hessen)

Mehlschwalbenschutz in Krofdorf-Gleiberg (NABU Krofdorf-Gleiberg)

Mehlschwalbenschutz in Krofdorf-Gleiberg (T. Mattern)

Schwalbenschutz & Schwalbenhäuser (Fa. Agrofor)

Schwalbenhaus bei Wikipedia

Aktion "Bauplatz gesucht" der HGON

"Schwalbenfreundliches Haus" in Nordrhein-Westfalen

"Schwalbenfreundliches Haus" in Mecklenburg-Vorpommern

"Schwalbenfreundliches Haus" im Odenwaldkreis

 

 

Seite erstellt am 30.05.2011

 

  Termine
   


Der SPECHT
  Die Infoblätter des Kreisverbandes auszugsweise online

 

Artensteckbrief Mehlschwalbe

Vogel des Jahres 1974

 
 
Artensteckbrief Rauchschwalbe

Vogel des Jahres 1979

Artensteckbrief Mauersegler

Vogel des Jahres 2003

 

 

 

 

 
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